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Zukunftsfähiges Wirtschaften in Kirchen

Chancen und Tipps

Der wichtigste Grund, die eigenen Prozesse nach ethischen, sozialen und ökologischen Kriterien zu überdenken, lässt sich ganz weltlich mit den Worten Erich Kästners wieder geben: „Es gibt nichts Gutes - außer man tut es“.

Eigentlich bedarf es dazu keiner weiteren Motivation. Es kann aber nicht schaden, einen Blick auf die verschiedenen anderen positiven Effekte zu werfen, die damit einhergehen können:

  • Manches macht man, nur weil es immer schon so gemacht wurde. Stellen wir unsere Gewohnheiten auf den Prüfstand, kann das - wie ein Frühjahrsputz - außerdem eine „reinigende“ oder belebende Wirkung haben. Hirnforschern zufolge ist es gut, Dinge immer mal wieder auf unterschiedliche Weise zu machen und zu betrachten. Das hilft uns Menschen, geistig agil zu bleiben und nicht einzurosten.
  • Zukunftsfähiges Wirtschaften verleiht Alltagstätigkeiten Sinn über die jeweilige Aktivität und ihren Zweck hinaus: Auch die Papierbestellung, die Buchung einer Reise samt Verpflegung für Konfirmanden oder die Organisation des Reinigungsdienstes leistet direkt oder indirekt einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung und zur Bekämpfung von Armut.
  • Gehen wir bei der Umstellung der Beschaffung nicht nur den einen oder anderen kleinen Schritt, sondern beschließen sogar, unsere Systeme und Abläufe insgesamt mal zu durchleuchten, besteht die Chance, mit einer konsequenten Überarbeitung auch eine gesteigerte Effizienz und Qualität zu erhalten und dadurch ggf. Zeit, Kosten und Nerven zu sparen.
  • Falls wir uns dazu entschließen, Geräte etc. nicht neu anzuschaffen, sondern zu leihen bzw. auch zu verleihen, lernen wir durch diese Kooperationen auch neue Menschen, andere Gemeinden und Fachleute kennen, mit denen uns ein gemeinsames Anliegen verbindet und mit denen wir Erfahrungswerte austauschen können.
  • Auf diesem Wege aber auch darüber hinaus können wir ggf. neue Zielgruppen für unsere Gemeinde ansprechen und davon überzeugen, dass wir es ernst meinen mit Worten wie „Bewahrung der Schöpfung“ und „Kampf gegen die Armut“. Es gibt heute viele Menschen, denen eine umwelt- und sozialverträgliche Lebensweise am Herzen liegt – diese können über neue Berührungspunkte mit der Gemeinde in Kontakt kommen.

Und was den Arbeitsaufwand betrifft:

  • Ja, man muss sich ein wenig „Reinfuchsen“. Aber man muss nicht von Null anfangen. Es gibt mittlerweile viele grundlegende Informationen, viele Handreichungen und Bildungsmaterialien, und vielleicht gibt es im eigenen Umfeld ja auch schon Gemeinden, die sich auf den Weg gemacht haben und ihre Erfahrungen gerne mitteilen. Auch von Seiten der Landeskirchen gibt es häufig Unterstützungsangebote.
  • Die Entscheidung liegt bei jeder Gemeinde selbst: Möchte sie klein mit einzelnen Produkten/Schritten anfangen und dann sukzessive ihren Blick ausweiten, oder möchte sie gleich den „großen, systematischen Wurf“ machen. Beides hat seine Vorteile.
  • Der Aufwand ist nur für die kurze Zeit der Umstellung erhöht: Wenn die neuen Routinen erst einmal eingespielt sind, dann sollte eigentlich wieder alles „glatt gehen“.
  •  Wichtig ist: sich Verbündete suchen und Aufgaben im Team bearbeiten. Vielleicht hat ja auch ein Gemeindeglied, das bislang noch nicht so eingebunden war, aus anderen Zusammenhängen einen Bezug oder Kenntnisse zu dem Thema und möchte für den überschaubaren Zeitraum eines Projekts mitmachen.
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